Liebe Gäste

Wir entschieden uns, "unseren Frohsinn" per Ende 2017 definitiv zu schliessen.
Damit geht auch eine lange Familientradition zu Ende, denn unser Restaurant ist nun seit genau 130 Jahren im Besitz "der Bachofners".

Das untenstehende Interview mit Bernhard Aeppli drückt gut aus, was uns im Moment durch den Kopf geht.

 

Der Frohsinn geht zu
Was schon länger als Gerücht gehandelt wurde, wird nun Tatsache: Das letzte Wildberger Restaurant schliesst per Ende Jahr.

Das Wirtepaar Elsbeth und Peter Bachofner schliesst das Restaurant Frohsinn per Ende Jahr. Nach 33 gemeinsamen Jahren des Wirtens begehen die beiden am Samstag, den 30.12.2017 ihren letzten Arbeitstag. Damit endet die Geschichte des Frohsinns, der sich seit 1887 im Besitz der Familie Bachofner befindet.

Schöne Erinnerungen
Lebhaft erinnert sich Peter Bachofner an die früheren Jahre. Die älteren Wildberger trafen sich jeweils nachmittags zu einem Glas Wein und einem Jass. Auch an Samstagen und Sonntagen war das Lokal gut besucht, man plauderte, jasste und diskutierte über dies und jenes. Für den Männerchor, den Turnverein, die Kleinkaliberschützen Schalchen, das Männer- und Damenturnen war der Frohsinn während Jahrzehnten das Stammlokal, das regelmässig besucht wurde. Mit einem Lächeln erwähnt der Wirt auch die Feuerwehr, die nach den Übungen jeweils noch etwas länger den Durst löschte. Auch zeigten die Bauern am Milchzahltag – der Käser zahlte dabei die Milchlieferungen des vergangenen Monats in bar aus – oft ein beachtliches Sitzleder.
An diese Augenblicke werden sich die Wirtsleute noch lange erinnern. Aber: "Was vergangen ist, ist vorbei, man muss dem nicht nachhängen, sondern mit der Zeit gehen" meint Peter Bachofner ohne Wehmut.

Engagierter Wirt
Mit grossem Einsatz erweiterte Peter Bachofner die Speisekarte, die dem Frohsinn viele zufriedene Besucher und Stammgäste bescherte. Als passionierter Motorradfahrer gründete der Wirt den Töffclub "Wild Mountain Rovers", der sich jahrelang zu Stammtischen oder gemeinsamen Ausfahrten in Wildberg traf. Daneben war er auch einer der Mitinitiatoren des Wildberger "Töfflerzmorge", der jeweils am Sonntag der "Wildbergete" durchgeführt wurde. Weitherum besonders beliebt waren auch seit Jahrzehnten die "Frohsinn Metzgete" und der selbst zubereitete Rehpfeffer.

Nun ist Schluss
Nicht lange überlegen muss Peter Bachofner die Antwort auf die Frage, warum er und seine Frau nun den Frohsinn aufgäben. Es sei schon seit Langem das Ziel gewesen, sich mit 64 Jahren zur Ruhe zu setzen und das Restaurant allenfalls einem der beiden Kinder zu übergeben. Die beiden "Jungen" hätten sich nun jedoch beruflich anders orientiert, so dass diese Variante wegfiele. Ein Verpachten kommt aus verschiedenen Gründen weder für Elsbeth noch Peter Bachofner in Frage. Die beiden planen, das Restaurant in Wohnungen umzubauen, um diese dann zu vermieten. Bereits treffen die ersten Offerten für diesen grossen Umbau ein.

Danke an die Gäste
Peter und Elsbeth betonen, dass sie sehr viele gute Erinnerungen an diese mehr als 30 gemeinsamen Jahre im Frohsinn hätten. "Wir danken all unseren Gästen, die uns immer wieder besuchen und denen wir sehr gerne Gastgeber sind." Man spürt, dass dieser Dank ehrlich gemeint ist und dass die beiden mit vielen Besuchern ihres Restaurants eine langjährige Beziehung führen, die teils deutlich über ein rein geschäftliches Verhältnis hinausgeht. Beeindruckend ist auch die Energie, mit der sie den kommenden Abschnitt aktiv angehen. Es muss also eine gute Zeit für Elsbeth und Peter Bachofner gewesen sein.

 

Wir danken Ihnen/Euch allen für die Treue und die vielen gemütlichen Stunden im Frohsinn und wünschen allen Gesundheit und viele schöne, wertvolle Momente mit netten Menschen.

Elsbeth und Peter Bachofner

 

 

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